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Gesundheitsminister Stöger eröffnet pflegekongress10 von pflegenetz und BAG: "Ich lade Sie ein, machen Sie Druck!"

3700 TeilnehmerInnen aus dem Pflegebereich nutzen Informations- und Vernetzungsangebot - Politik unter Zugzwang.

Pflegekongress 2010

"Die Pflege hat einen viel größeren Stellenwert als vielfach wahrgenommen wird, daher lade ich Sie ein, machen Sie Druck!", so eröffnete Gesundheitsminister Alois Stöger in Wien den pflegekongress10. Er ist mit etwa 3700 TeilnnehmerInnen der größte Kongress für Pflegende in Österreich und wird gemeinsam von pflegenetz und der BAG (Bundesarbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrt, das sind Caritas, Diakonie, Hilfswerk, Rotes Kreuz und Volkshilfe) veranstaltet.

Walter Marschitz, Geschäftsführer des Hilfswerks, das derzeit den Vorsitz in der BAG hat, kritisierte die aktuellen Budget-Kürzungspläne beim Pflegegeld: "Es wird bei den Menschen gespart statt bei der Verwaltung und es wurden keinerlei Strukturreformen beschlossen, statt dessen wird die Pflege seit Jahren wie ein schwarzer Peter zwischen den Gebietskörperschaften einerseits und dem Gesundheits- und Sozialbereich andererseits herumgeschoben", so Marschitz, der auch die längst fällige Ausbildungsreform einmahnte. "Die Pflege ist meilenweit vom Regelbildungswesen entfernt!", so Marschitz weiter. "Wir brauchen so viele Arbeitskräfte in der Pflege, dass wir keine künstlichen Hürden brauchen, sondern dass jedem Menschen, der in der Pflege arbeiten will, ein roter Teppich ausgerollt werden muss!", so Marschitz.

Schließlich erinnerte Walter Marschitz auch an den Pflegefonds: "Bis jetzt wurden die Verhandlungen nicht einmal ernsthaft begonnen. Dabei ist allen Fachleuten klar, dass jetzt große Reformen bei der Pflegefinanzierung dringend notwendig sind!", so Marschitz.

"Im Pflegebereich kann man nicht einsparen, weder bei den Betroffenen noch bei den Pflegenden", ist Claudia Kastner-Roth, Geschäftsführerin von pflegenetz, überzeugt. "Im Gegenteil, Armut in der Pflege ist ein großes Thema, daher auch eines der wichtigen Themen dieses Kongresses, neben den wissenschaftlichen Fachvorträgen und Workshops", so Kastner-Roth abschließend.

Das gesamte Programm des Pflegekongresses steht unter http://www.pflegekongress.at/ zum Download bereit.

Bundesarbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrt
c/o Hilfswerk Österreich, Bundesgeschäftsstelle
Mag. Harald Blümel
Tel.: 01 / 40442 - 12
Mobil: 0676 / 8787 60203
mailto:harald.bluemel@hilfswerk.at
http://www.freiewohlfahrt.at/

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